Vorträge, Workshops und Studientage von Jochen Kaiser

 

Musik als Schwellenkunst zwischen Alltag und Gottesdienst?

Dieser Vortrag, gehalten auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Liturgiewissenschaftler, »Liturgie in kulturellen Kontexten«, am 3. September 2008 in Kamien Slaski (Polen), stellt die Frage, ob die Musik im Gottesdienst den Alltagsgeschmack der Einzelnen wiederholen soll oder ob die gottesdienstliche Musik gemeinsamer Glaubensausdruck aller Anwesenden sein kann. Die ursprüngliche Dauer dieses Vortrages inklusive Diskussion betrug ca. 60 Minuten.

 

»Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust« – Musikerlebnisse im Gottesdienst – empirisch-rekonstruktive Kirchenmusikforschung

Vortrag auf der Tagung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, »Musik und (ihre) Mission – Im Schnittfeld von Gemeindeentwicklung und empirischer Forschung«, am 23. Juni 2009 im Kloster Volken­ro­da. Dieser Vortrag kann zwischen 90 und 180 Minuten dauern.

Was erwarten die Menschen von der Musik im Gottesdienst
 

Mit diesem Workshop beim Liturgiewissenschaftlichen Blockseminar »Musik und Gottesdienst«, am 5. November 2009 in Leipzig, wurde die Rezipientenseite aufgenommen. Der Workshop hat eine Dauer von ca. 90 Minuten.

 

Singen im Gottesdienst - Kommentar aus Sicht einer empirischen Kirchenmusikstudie 

Dieser Vortrag war Teil eines Studientages »Musik im Gottesdienst« an der Universität Paderborn, am 8. Februar 2010. Die von der Liturgischen Konferenz der EKD in Auftrag gegebene quantitative Studie wurde aus Sicht einer qualitativen Untersuchung interpretiert und hinterfragt. Dauer ca. 60 Minuten.

 

Gottesdienst und alltagsästhetische Milieus - Versuch eines »Dritten Blicks«  

Hier werden anhand einer kulturwissenschaftlichen Konzeption die alltagsästhetischen Milieus im Blick auf die gottesdienstliche Musik postmodern aufgeborchen. Der Vortrag wurde auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Liturgiewissenschaftler, »Tradierte religiöse Praxis und säkulare Gesellschaft«, am 8. September 2010 in Helfta, gehalten. Dauer ca. 60 Minuten.

 

Zur empirischen Erforschung von Kirchenmusik und religiösem Musikerleben  

Im Zentrum diese Vortrages, der bei der Jahrestagung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, Abteilung Praktische Theologie, »Praktische Theologie und Musik«, am 22. September 2010 in Leipzig, gehalten wurde, stehen vergleichende Analysen von unterschiedlichen empirischen Methoden. Wie kann religiöses Erleben, insbesondere von Musik erforscht werden? Die Dauer beträgt ca. 90 Minuten.

 

Politische, therapeutische und religiöse Aspekte des Musikerlebens

Dieses Thema wurde auf einem Studientag für den Studienkurs der Ev.-Luth. Landeskirche Bayerns, »Durch Höhen und Tiefen – befreiend, heilend, betörend: Die Kraft der Musik«, am 8. Februar 2011 in Langau, entfaltet. Insgesamt füllte er 6 Stunden, kann aber je nach Bedarf auch gekürzt werden.

 

Anthropologischer und religiöser Zugang zur Musik

In diesem Vortrag auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Liturgiewissenschaftler junior, »Singt Gott in euren Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder«, am 25. Februar 2011 in Osnabrück, ging um grundsätzliche Fragen der Musik. Musik ist mit dem Menschen verbunden, ist ein Ausdruckmedium des Menschen und es gibt kaum religiöse Rituale, die ohne Musik (also Klänge und Rhyhtmus) auskommen.

 

Neue Geistliche Lieder im Spiegel heutiger Spiritualität

Ein Schwerpunktthema meiner wissenschaftlichen Arbeit sind aktuelle Lieder und deren Vermittlung an Gruppen, also das konkrete Singen und die Didaktik des Singens. Bei diesem Vortrag zur Winterakademie der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, »Mit Engelszungen, Musik im Raum der Kirche«, am 11. Februar 2012 im Bischof-Benno-Haus Schmochtitz/Bautzen, wurden einerseits Merkmale spätmoderner Religiosität entfaltet und andererseits NGL präsentiert. Es entstand ein Dialog zwischen religiösen Merkmalen und modernen Liedern. Die Dauer beträgt ca. 90 Minuten.

 

Kirche klingt – Lied-Inszenierungen erleben

Bei diesem Workshop auf dem Gesamtkonvent des Kirchenkreises Halberstadt, am 15. Februar 2012 in Wernigerode ging es um neue didaktische Ideen und deren Umsetzung beim Singen von Kirchenliedern, die auch im Gottesdienst erklingen. Dauer ca. 60 Minuten.

 

Die Erlebniszentrierte Analyse von Liedern

Vortrag auf der Jahrestagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Hymnologie, am 1. März 2012 in Halle. Lieder sind kein Nachdenken, sondern ein Tun. Wie kann dieses Tun untersucht werden. Mit einer neuen, noch in der Entwicklung begriffenen Methode wird der Erleben beim Singen analysiert. Dauer von 45-90 Minuten.

 

Der Chor im Gottesdienst – Herausforderungen und Chancen

Workshop beim Liturgiewissenschaftlichen Fachgespräch »viva musica evangelii – Die Musik im evangelischen Gottesdienst«, des Liturgiewissenschaftlichen Institutes der VELKD, am 20. März 2012 in Leipzig. Anhand von sechs Texte – 1. Antigone von Sophokles, 2. Bischofsmesse um 700 aus dem ordo romanus primus, 3. Roman „Die Kardinalsmotette“ von Theun de Vries, 4. Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco, 5. Dem Reisebericht des Wolfgang Musculus und 6. Einen Aufsatzausschnitt von Julius Smend –, die als Inspirationsquelle genutzt wurden, gingen wir der Frage nach, welche Aufgaben und Funktionen der Chor im evangelischen Gottesdienst haben kann. Dauer 60-90 Minuten.

 

Wie erleben Menschen Gott durch gottesdienstliche Musik

Vortrag beim 6. Forum "Popularmusik und Kirche" am 27. September 2012 im Michaeliskloster Hildesheim

Das Thema der Tagung lautete: "Gottesbilder in der Popularmusik der Gegenwart". Mein Vortrag untersuchte sehr grundlegend die Perspektive der Atmosphäre im Gottesdienst und seiner Musik. Die Hauptthese lautet: Im Erleben manifestieren sich kaum Gottesbilder, sondern man spürt eine religiöse oder transzendente Atmosphäre. Gottesbilder sind durch kulturelles und religiöses Wissen geprägt. So ist es notwendig, dass in diese offene religiöse Atmosphäre starke und überzeugende christliche Gottesbilder eingetragen werden. Dauer 60-90 Minuten.

 

Empirische Kirchenmusikforschung

Workshop auf dem Kongress "Musik in Kirche und Gemeinde" vom 25.-28. Oktober 2012 in Erlangen

Dieser Workshop, der zusammen mit Stephan Reinke gehalten wurde, zeigte die Chancen und Grenzen empirischer Kirchenmusikforschung auf. Dabei kamen die meisten vorliegenden empirischen Studien zum Bereich Kirchenmusik zur Sprache

 

Hymnologie als singende Wissenschaft oder empirische Hymnologie

Vortrag auf dem deutschen Regionaltreffen der "Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie" am 28. Februar 2013 in Halle

Der Vortrag entfaltete eine wissenschaftliche Erweiterung der Interdisziplinarität der Hymnologie.

Die Erforschung des Singens und dem Erleben der Singenden mit empirischen (ethnologischen Techniken) wurde vorgestellt. Dabei ist der Fokus nicht nur auf der Frage, was wird gesungen, sondern auch das Wie des Singens spielt eine große Rolle.

 


Erlebnisorientierte Erforschung des Singens geistlicher Liedern

Vortrag am Donnerstag, 18. Juli 2013, Erlangen

Oberseminar "Musik und Theologie"

Dieser Vortrag berichtete über den Stand meines aktuellen Forschungsprojekts. (http://www.musik-und-gottesdienst.de/aktuelles/empirische-hymnologie/)

 

 

Was erleben Menschen, wenn sie im Gottesdienst singen - oder

"...Gospels mit einem tollen Chor machen jedes mal Spaß ein wenig zuzuhören"

Dienstag, 3. September 2013, Colditz

Zweite Tagung für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens vom 2.-4. September 2013 in der Landesakademie Schloss Colditz

Neben dem Erleben der Singenden wurde auch die konkrete Singleitung im Gottesdienst thematisiert. Es sollte ein Plädoyer für das Singen im Gottesdienst sein. Das Singen soll nicht nur von der Orgel begleitet, sondern die Gemeinde soll angeleitet werden. Dann sind neue und spannende Singformen möglich.

 

 

Werkstatt: Tagzeitenliturgie für Menschen mit spätmoderner Religiosität

und

Impuls: Gefeierte Ökumene im Krieg der Konfessionen? Der Halberstädter Dom im 16. und 17. Jahrhundert

Mittwoch, 2. bis Sonntag, 6. Oktober 2013, Burg Rothenfels

Werkstatt ökumenisches Stundengebet

In diesen beiden Veranstaltungen wurden die Vorüberlegungen zu spätmodernen Tagzeitenlitugien am Halberstädter Dom vorgestellt und diskutiert.

 

 

"... ich bin ganz fröhlich geworden" -

Emotion, Atmosphäre und Erlebnis in der empirischen Erforschung des Singens

Freitag, 18. bis Sonntag, 20. Oktober 2013

Arbeitskreis empirische Religionsforschung

Evangelische Akademie Hofgeismar

Emotion, Atmosphäre und Erlebnis - alle drei Begriffe haben eine Verwurzelung im Subjekt, aber darüber hinaus auch in der äußeren Situation. Der Vortrag entfaltete meine theoretischen Vorstellungen dieser drei Begriffe, ihren Zusammenhang und ihre Differenz. Zusätzlich wurde anhand von empirischen Beobachtungen die Tragweite der Theorie erprobt.

 

 

"Erfrischend" - "Langweilig" Der Sound beim Singen im Gottesdienst

Samstag, 9. November 2013

Studientag des "Netzwerkes religiöse Liedkultur"

Volksliedarchiv Freiburg im Breisgau

In Erweiterung des Vortrages aus Hofgeismar, wurde eine Methodik zur Untersuchung des Sounds vorgestellt, diskutiert und wieder in empirische Hinsicht überprüft.

 


Der Sound und seine Wahrnehmung

Freitag, 6. Dezember 2013, Universität Erlangen

Studientag des IZÄB

In diesem Vortrag wurde die Weiterentwicklung der Soundanalyse dargestellt.

 

 

Die spätmoderne Vesper "Sehnsucht Paradies" – Analyse und Diskussion

Die spätmoderne Vesper vom Ewigkeitssonntag, die im Halberstädter Dom stattfand wird vorgestellt und diskutiert.

 

 

"Die Atmosphäre ist so in der Dunkelheit sehr berührend gewesen..." Emotion, Atmosphäre und Erlebnis im Gottesdienst. Erkundungen empirischer Ästhetik

Ziel dieses Vortrages ist mit der empirischen Ästhetik einige Kriterien für einen „guten“ Gottesdienst zu entwickeln, insbesondere im Blick auf die Musik. Neben der Aufnahme der drei Kernbegriffe: Emotion, Atmosphäre und Erlebnis – deren Verständnis geklärt wird – soll die entstehende Bedeutung der Performance dem Nachdenken am Schreibtisch ergänzend hinzugefügt werden.

 

 

Gregorianik – Klassik – Gospel – Rap. Vielfalt und Grenzen der Kirchenmusik

Lange Zeit galt der gregorianische Choral als ideale Kirchenmusik. Dann lehnte Zwingli Musik im Gottesdienst ab, Calvin wollte nur einstimmigen Psalmgesang erlauben und Luther schätzte die Musik sehr hoch. Er räumte ihr einen prominenten Platz im Gottesdienst ein. An diesen Beispielen kann man sehen, wie unterschiedlich Musik im Rahmen eines Gottesdienstes beurteilt wird. Dieser Vortrag fragt nach Kriterien für gute gottesdienstliche Musik, jenseits von theologisch-dogmatischer Beurteilung des Textes und stilistischer Einschätzung der Musik.